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Über Luftreinhaltung
Schadstoffemissionen reduzieren
Luftschadstoffe werden ausgestossen aus Kaminen und Auspuffrohren, sie entstehen durch das Verdunsten von Chemikalien oder durch Abrieb und Aufwirbelung. Die Schadstoffe werden von Strömungen verfrachtet und können sich während ihres Transports chemisch verändern. So entsteht Ozon (Sommersmog) aus den Vorläuferschadstoffen NOx und flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Aus Ammoniak, VOC, NOx und Schwefeldioxid können sich "sekundäre" Feinstaub-Partikel bilden.

Eingeatmet schädigen Luftschadstoffe die Gesundheit, Pflanzen erleiden Stress und als Niederschlag beeinträchtigen sie sensible Lebensräume. So führen Schwefel- und Stickstoffeinträge zur Übersäuerung von Gewässern und Böden.

Vier aktuelle Schadstoffe sind:
  • Feinstaub (PM10) schädigt die Atemwege, das Herz-Kreislauf-System, enthält Krebs erregende Partikel und führt zu vorzeitigen Todesfällen. Hauptquellen von PM10 sind die Land- und Forstwirtschaft, der motorisierte Verkehr sowie Industrie und Gewerbe.
  • Stickoxide (NOx) tragen als Vorläuferstoff des Ozons zum Sommersmog bei, sie werden zu Feinstaubpartikeln umgewandelt, und sie führen zu einem Überdüngung von Mooren, Wäldern und anderen Lebensräumen. Hauptquelle ist der motorisierte Verkehr.
  • Flüchtige organische Verbindungen (VOC) tragen ebenfalls bei zum Sommersmog und zur Bildung von sekundären Feinstaubpartikeln. Hauptquelle sind Industrie und Gewerbe.
  • Ammoniak (NH3) ist in starkem Mass für die Überdüngung und Versauerung von Lebensräumen verantwortlich und trägt zusätzlich zur Bildung von sekundären Feinstaubpartikeln bei. Hauptquelle ist die Landwirtschaft.
Der Ausstoss der meisten Schadstoffe ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Dies gilt auch für die Schadstoffe aus dem Verkehr, namentlich Stickoxide und Kohlenwasserstoffe. Der Feinstaub ist insofern ein Spezialfall, als der Ausstoss von Partikeln in den Abgasen (z.B. Dieselruss) während den letzten Jahren zwar zurückgegangen ist, die Gesamtmenge an Feinstaub jedoch konstant bleibt.
 
 

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Broschüren des Bundesamtes für Umwelt BAFU:
Umweltmonitoring MFM-U, Jahresbericht 2008 der Luft und Lärmmessungen
Feinstaub in der Schweiz, Status-Bericht der Eidg. Komission für Lufthygiene
Erfassung diffuser VOC-Emissionen, Stand der Technik bei ausgewählten Prozessen. Vollzugshilfe zur Beurteilung des Erfassungsgrades