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Über Recycling
Materialien sind beschränkt
1972 hat der «Club of Rome» deutlich aufgezeigt, dass die Verfügbarkeit wichtiger Materialien beschränkt ist und dass bald erste Engpässe auftreten werden. Durch die weitere Verbesserung der Abbautechnologien und durch neue Fundstätten sind diese Zeiträume zwischenzeitlich etwas grösser geworden. Doch auch neue Berechnungen zeigen, dass die Verfügbarkeiten wichtiger Materialien für die Industrie endlich bleiben; Materialien sollten deshalb mehrfach genutzten werden. Das Stichwort dazu heisst Recycling.

Materialkreisläufe
Unter Recycling bzw. Rezyklierung versteht man einen Vorgang, bei welchem aus Abfall wieder Grund- und Hilfsstoffe, so genannte Sekundärrohstoffe entstehen. Dazu sind spezielle Verfahren für die Auf- und Weiterverarbeitung von Abfall notwendig. Denkbar ist ein stoffliches Aufarbeiten wie auch thermisches Verwerten des Abfalls. Abfall entsteht überall, z.B. durch ineffiziente Produktionsprozesse (Produktionsrückstände und Ausschuss), durch Verpackungen, wegen verschliessender oder gebrochener Teile und Baugruppen und insbesondere am Lebensende von (fast) allen Produkten, denn früher oder später sind auch Produkte Abfall. Abfall kann aber wieder Ausgangsmaterial für neue oder weitere Anwendungen sein. Die Rede ist dann von einem Materialkreislauf; dazu sind spezielle Technologien notwendig, mit deren Hilfe Alt- und Reststoffen aufbereitet und in Produktionsverfahren als Grund- und Hilfsstoffe weiterverwendet werden können.

Vier Ansätze für Recycling
Beim Recycling, u.a. in Anlehnung an die VDI-Richtlinie 2243 «Recyclingorientierte Produktentwicklung», unterschiedet man 4 Möglichkeiten des Recyclings – 2 auf Stufe «Produkte», und 2 auf Stufe Werkstoffe / Rohstoffe:
  • Wiederverwenden: das Produkt bekommt ein «second life» und wird im bisherigen Sinn weitergenutzt; notwendig sind hier allenfalls effiziente Aufarbeitungsprozesse, effiziente Reparaturmöglichkeiten und einfacher Unterhalt
  • Weiterverwenden: das Produkt bekommt auch ein «second life» - wird aber für einen andere Anwendung respektive Zweck weitergenutzt; denkbar sind hier u.a. Retro-Fit, Funktionserweiterungen, Funktionsanpassungen uvm.
  • Wiederverwerten: der Rohstoff wird für die gleiche Anwendung wiederverwertet; Beispiele dafür sind Re-Integration von Kunststoffabfällen direkt auf der Produktionsmaschine
  • Weiterverwerten: der Rohstoff wird weiter verwertet und wird für neue Anwendungen genutzt.
Unterschiedliche Handlungsfelder
Insbesondere beim «Wiederverwenden» und «Weiterverwenden» ist die frühe Phase der Produktentwicklung gefordert. Durch intelligenteres Design lässt sich beispielsweise die Lebensdauer verlängern respektive die Effizienz durch geringfügige Anpassungen laufend erhöhen. Bei der stofflichen Aufarbeiten – sei es für dieselbe Anwendung oder für eine neue Anwendung – sind neue Verfahren notwendig. Hier ist dann die eigentliche Umwelttechnik angesprochen.

 
 

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Links:
Definition Abfallhierarchie auf Wikipedia
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