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Projekte im Bereich Verfahrenstechnik / Abwasser
Der BereichAbwasser befasst sich mit der Entwicklung, Dimensionierung, Modellierung und Optimierung von neuen und bestehenden Prozessen bei der zentralen und dezentralen Abwasserbehandlung sowie der Wasser- und Nährstoffwiederverwendung.
Projektbeispiele
EU Projekt NEPTUNE: Neue und nachhaltige Konzepte und Verfahren zur Optimierung und Verbesserung der kommunalen Abwasserbehandlung (Koordination)
Wave21:
Wave21 ist ein integratives Projekt an der EAWAG, welches sich auf die Wasserversorgung aus Oberflächenwasser konzentriert. In diesem Projekt sollen die Wechselwirkungen zwischen Parametern von Rohwasser und der Wasseraubereitung untersucht werden, um ein besseres Verständnis der Prozessabläufe und deren Einflüsse auf die Trinkwasserqualität zu erhalten.
Micropoll: Ziel des Projektes ist es Entscheidungsgrundlagen zusammenzustellen und eine Strategie zu entwickeln zur Reduktion des Eintrages von Mikroverunreinigungen aus der Siedlungsentwässerung in die Gewässer. Die Abteilungen Umweltchemie, Utox, Verfahrenstechnik und W+T arbeiten gemeinsam mit dem Bafu an den folgenden Themen:
- Nachweis Handlungsbedarf: Erhebung der Belastungslage der Oberflächengewässer der Schweiz bezüglich ausgewählter Mikroverunreinigungen anhand von Messdaten und Stoffflussmodellierungen.
- Beurteilungskonzept: Erarbeiten eines Konzepts und Auswahl relevanter Mikroverunreinigungen zur Beurteilung der Qualität der Gewässer. Definition von geeigneten Indikatoren für organische Mikroverunreinigungen im Abwasser zur Überprüfung der Effizienz von Massnahmen.
- Grundlagen für die technische Umsetzung: Evaluation von technischen Verfahren bei kommunalen Kläranlagen unter realen Bedingungen. Durchführung zweier grosstechnischer Versuche mit Ozonung und kleineren Versuche mit Pulveraktivkohle-Dosierung.
MBR-Technologie im alpinen Raum: Die Nutzung und Bewirtschaftung der Alpen in höheren Lagen ist vielfältig und hat sich im letzten Jahrhundert zunehmend von einer rein landwirtschaftlichen Nutzung hin zu einer verstärkten touristischen Bewirtschaftung entwickelt. Allein der Schweizer Alpenclub betreibt 153 Berghütten mit jährlich rd. 300`000 Übernachtungen. Dazu kommen etwa 1 Millionen Tagesgäste, die als Wintersportler das Hochgebirge nutzen.
Im vorgestellten Projekt wird im Skigebiet von Zermatt (Kanton Wallis) die höchst gelegene, vollbiologische Kläranlage Europas (in einer Seilbahnstation auf 3286 m ü. M., siehe Grafik) auf Basis von Membranen mit Wiederverwendung des gereinigten Abwassers betrieben. Aufgrund der rund 80% Wiederverwendung (für Toilettenspülung) und der weitestgehenden biologischen und physikalischen Reinigung des Abwassers (Händewaschwasser, Urin, Fäkalien, Toilettenpapier und -spülung) gelingt es, die negative Beanspruchung der sensiblen Bergwelt durch den Abwasseranfall zu minimieren und Entsorgungskosten einzusparen.
Projekt SODIS: Solare Wasserdesinfektion - die SODIS-Methode - ist ein einfaches Verfahren zur Desinfektion von Trinkwasser. Verkeimtes Wasser wird in transparente PET- oder Glas- flaschen gefüllt und während 6 Stunden an die Sonne gelegt. In dieser Zeit töten die UV-Strahlen der Sonne Durchfall erzeugende Krankheitskeime ab. Die SODIS-Methode hilft, Durchfälle zu verhindern und rettet so Menschenleben. Dies ist dringend nötig, denn jeden Tag sterben mehr als 4000 Kinder an den Folgen von Durchfallerkrankungen.
SODIS (Abkürzung von Solar Water Disinfection) ist ein Engagement der Eawag. Wir setzen uns ein für die Verbreitung der SODIS-Methode in Entwicklungsländern. Dadurch erhalten die Menschen im Süden Zugang zu sauberem Trinkwasser und können ihre Gesundheit langfristig verbessern.
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